Stufe 1: Cloud-KI mit anonymisierten oder fiktiven Daten
Für die meisten Projekte die richtige Wahl. Du beschreibst der KI dein Tool, seinen Aufbau und seine Logik – ohne echte sensible Daten zu teilen.
Beispiel: "Ich brauche eine Excel-Tabelle, die Provisionen nach folgendem Schema berechnet: Basis-Provision X%, Bonus bei Überschreiten von Ziel Y. Beispielzahlen: Mitarbeiter A mit 50.000 CHF Umsatz, Mitarbeiter B mit 80.000 CHF."
Die KI sieht nur Platzhalter – nicht deine echten Mitarbeitenden oder Zahlen.
Empfohlene Tools für diese Stufe:
- Claude (claude.ai) – besonders stark bei komplexer Logik, langen Kontexten und strukturiertem Denken
- ChatGPT (chatgpt.com) – ideal für schnelle Prototypen und breite Tool-Unterstützung
Stufe 2: Enterprise-Accounts mit Datenschutz-Garantien
Wenn du tatsächlich echte Unternehmensdaten in Prompts verwenden musst, bieten Business-Accounts vertraglich zugesicherten Datenschutz:
- Claude for Work (claude.ai) – kein Training mit deinen Daten, Anthropic bietet Data-Processing-Agreements (DPA) für Unternehmen
- ChatGPT Team / Enterprise (openai.com) – ähnliche Garantien, gut für größere Teams
- Microsoft Copilot for Business – tief in Microsoft 365 integriert, für Unternehmen mit bestehender Microsoft-Infrastruktur oft die pragmatischste Lösung
Bei diesen Tarifen werden deine Eingaben nicht für das Training der Modelle verwendet – das ist vertraglich gesichert und DSGVO-konform.
Stufe 3: Lokale KI für vollständige Datenkontrolle
Für besonders sensible Szenarien gibt es eine dritte Option: KI-Modelle, die komplett lokal auf deinem Rechner laufen – keine Cloud, keine Datenübertragung, kein externes API-Call.
- Ollama (ollama.ai) – der einfachste Weg, leistungsstarke Open-Source-Modelle lokal zu betreiben. Kostenlos, läuft auf modernen Macs und Windows-Rechnern, kein technisches Vorwissen nötig.
- LM Studio (lmstudio.ai) – Alternative zu Ollama mit benutzerfreundlicher Oberfläche für Einsteiger
Der ehrliche Haken: Lokale Modelle sind noch nicht ganz so leistungsstark wie die Top-Cloud-Modelle. Für strukturierte Business-Tools, Kalkulationslogik oder einfache Automatisierungen reicht es aber oft völlig aus.