Stufe 1: Consumer-Apps mit richtigen Einstellungen
Für den Großteil der Unternehmensnutzung reichen die richtigen Einstellungen und klare interne Regeln:
- Keine Kundendaten eingeben
- Keine personenbezogenen Daten ohne Anonymisierung
- Klare Mitarbeiterrichtlinie, was erlaubt ist und was nicht
Das setzt voraus, dass deine internen Prozesse klar definiert sind und alle Mitarbeitenden wissen, was erlaubt ist.
Stufe 2: Business- und Enterprise-Lizenzen
Mit Business- oder Enterprise-Plänen bei OpenAI (ChatGPT Team/Enterprise) oder Anthropic (Claude for Work/Enterprise) bekommst du:
- Vertragliche Zusicherungen zum Datenschutz (DPA = Data Processing Agreement)
- Keine Nutzung deiner Daten für Modell-Training (vertraglich garantiert)
- Oft EU-Datenzentren oder spezifische Datenhaltungsvereinbarungen
- Admin-Konsolen für zentrale Verwaltung und Monitoring
Empfehlung: Ab ca. 10 Mitarbeitenden oder bei regelmäßiger Verarbeitung sensibler Daten lohnt sich ein Business-Plan.
Stufe 3: Microsoft Azure und europäische Alternativen
Für stark regulierte Branchen wie Healthcare, Recht, Finanzdienstleistungen oder Behörden:
Microsoft Azure OpenAI Service — Die ChatGPT-Modelle laufen auf europäischen Microsoft-Servern innerhalb deiner Azure-Umgebung. Daten verlassen nicht deine Azure-Infrastruktur, kein Modell-Training mit deinen Daten. Ideal, wenn ihr bereits Microsoft 365 und Azure nutzt. Azure OpenAI ist DSGVO-konform und erfüllt ISO 27001.
Mistral AI (europäisch) — Für sensible Daten, die DSGVO-konform auf europäischen Servern verarbeitet werden sollen. Besonders geeignet für OCR-Prozesse und Dokumentenverarbeitung. Mistral ist ein französisches Unternehmen mit Servern in der EU.
Lokale Modelle (On-Premise) — Maximale Kontrolle, aber auch der größte Setup-Aufwand. Modelle wie Llama oder Mistral können auf eigenen Servern betrieben werden, ohne Datentransfer nach außen.